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Aperture 3

Als ich neulich auf der Website von Apple vorbei schaute, tauchte unterhalb des Ipads ein kleines Ad auf, welches mich auf das neue Aperture 3 hinwies. „Professionelle Performance. Einfach wie iPhoto.“ Verspricht die Werbung. Gesichter, Orte, Bildschirmfüllende Darstellung. Aha. Nachdem ich kürzlich von Apterture 2 auf Lightroom 2.6 wechseln musste, da der RAW Konverter von Aperture 2 nicht mit den Dateien der Leica S2 zurecht gekommen ist,  habe ich ein paar Shootings in Lightroom bearbeitet. Das klappt auch sehr gut, auch wenn ich mit der Umstellung nicht so richtig zurecht kam, da mir die Shortcuts von Aperture schon ziemlich eingängig sind und ich sie leicht verstehen konnte. Insbesondere weil die Shortcuts nicht in den Tooltips der einzelnen Buttons angezeigt werden, fällt es mir  unter Lightroom sehr schwer die Shortcuts zu erlernen.

Ich installiere also Aperture 3. Streng genommen lade ich erst einmal das fast eine CD füllende Installationspaket der Testversion herunter, was einige Zeit in Anspruch nimmt. Installieren will es sich nicht lassen, da Aperture 2 noch im Programmordner liegt. Ich benenne Version 2 lieber erst einmal um, statt es direkt zu löschen. Nun aber los. Apple hat mir eine Trial Lizenz zugesandt, die ich nun verwenden kann, um Aperture 3 zu installieren. Installation fertig und los.

Die ersten 200 Bilder in der Größe von 5616×3744 werden innerhalb von 5 Minuten geladen und zur Anzeige gebracht. Schon mal wesentlich schneller als in Lightroom. Ich empfinde es als ähnlich schnell als in Aperture 2. Alle Icons und Schriften sind größer als im Vorgänger. Die Bedienung insgesamt blieb unverändert gut intuitiv. Beim Löschen von Bildern gibt es nun einen Papierkorb, ähnlich wie bei der Bearbeitung von E-Mails. Sehr gut! Der Fullscreen-Modus „F“ ist ziemlich gut. Durch ein Doppelklick auf ein Bild gelangt man in eine Übersicht incl. einer Breadcrump-Bar, analog zum Finder oder dem Explorer ab Windows Vista.

Ich kann nun endlich, wie bei Lightroom schon lange, beim Import einen Backup-Ort angeben. Noch ein Import von 200 Dateien. Es geht tatsächlich schneller.  Dass das „Color Labeling“ analog zu Lightroom kommt, war klar. Das „Camera LCD Panel“ im Metadaten Inspektor ist jedoch neu. Das Großartige daran ist die Fokus-Punkt Funktion. Endlich kann ich analog zu den Tools, welche die Kamera-Hersteller mitliefern, in Aperture mir ansehen, wohin ich eigentlich fokussiert habe. Diese Funktion erklärt ziemlich deutlich, warum ein Bild bei einer Blende 1.2 am vermeintlich fokussierten Punkt nicht so richtig scharf ist. Das ist mein persönliches Favorite! Die Druckfunktion könnte fast ein Mirage überflüssig machen, jedoch drucke ich in größeren Formaten lieber aus Photoshop mit Mirage. Auf einen Test im Großformat muss ich es allerdings noch ankommen lassen. Die erweiterte PhotoBook Funktion scheint ziemlich toll zu sein und ganz nebenbei kann man mit Aperture nun Videos erstellen. Damit macht es fast ShowIt http://www.showitfast.com/index.html#/showit-sites/ überflüssig.

Faces und Places sind nett, jedoch für mich nicht unbedingt wichtig. Die non-destruktive Arbeitsweise der bearbeitenden Pinsel sind jedoch nicht nur wichtig, sondern auch gut. Die selektive Bearbeitung ist jedoch in Lightroom klar besser. Alleine die Verlaufsmaskierung holt eine Menge raus, wobei die intelligente Kantenerkennung auch ziemlich gut ist. Ich komme mit der Verlaufsmaske von Lightroom jedoch besser zurecht. Die gleichzeitige Bearbeitung mehrerer Bilder funktionierte auf Anhieb nicht. Lightroom oder Aperture? Tja, erstmal Version 3 von Lightroom abwarten würde ich sagen, wobei Aperture ziemlich gut ist und ich ohnehin die selektive Bearbeitung sehr gerne in Photoshop mache.

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